Jahreshauptversammlung des Reit-und Fahrvereins Schneverdingen 2018

Am Abend des 9. März 2018 begrüßte der Erste Vorsitzende René Prendel die 60 anwesenden Vereinsmitglieder zur alljährlichen Jahreshauptversammlung des Reit-und Fahrvereins Schneverdingen im Schultenweder Reiterstübchen. Der Vorstand erinnerte in seinem Jahresbericht an die sportlichen Höhepunkte, Veranstaltungen und Entwicklungen des vergangenen Vereinsjahres, darunter zweifellos der grandiose Derbysieg von Pato Muente und das große Sommerturnier im Juli. Dank der unterdessen auf der Leinwand präsentierten Bildauswahl wurden die schönsten Momente der letzten Monate nochmals ins Gedächtnis gerufen. Die Jugendarbeit und Förderung von Reitinteressierten ohne eigenes Pferd konnte vereinsseitig ausgeweitet werden, seit für diesen Zweck im letzten Jahr das Schulpferd Flourian erstanden wurde. Auch Neuwahlen standen auf dem Programm an diesem Abend. Die Beiratsmitglieder Birgit Hayn und Annegret Schröder wurden einstimmig wiedergewählt, Anja Steinbruch wurde mehrheitlich zur neuen Kassenprüferin für zwei Jahre gewählt.
Das Auftreten von Herpesviruserkrankungen in Reitställen in benachbarten Landkreisen sorgte zuletzt auch in den hiesigen Betrieben für Verunsicherung. Aus diesem Grund war der Tierarzt Niels Ohlig zur Versammlung gekommen, um Fragen zu dieser Krankheit und den Verbreitungswegen zu beantworten. René Prendel kündigte an, für mehrere Wochen den Hof Schultenwede für auswärtige Pferde zu schließen, um ein Ansteckungsrisiko einzudämmen.
Der Reit-und Fahrverein Schneverdingen lebt wie auch andere Vereine von dem freiwilligen Engagement seiner Mitglieder. 25 Mitglieder wurden nun für über 40 Jahre Vereinszugehörigkeit geehrt. Hanna Hesse, Jürgen Mühlfriedel, Hans-Otto Schröder, Erika und Gert Ebersbach, Annegret und Heinrich-Günter Stucke-Schröder, Hermann Penshorn, Heidrun von Fintel, Astrid Stute-Gallmann und Joachim Gallmann, Christine Klaasen, Margitta und Dr. Wolff-Martin Mundschenk, Susanna Pörtje, Dirk Heitmann, Bettina und Klaus Meyer, Edwin Wulff, Gerold Heitmann, Anke Wahlers, Klaus Weitz, Hans-Jürgen Armbrust, Ilka Hoffmann und Gisela Witte nahmen eine Urkunde und einen Pokal entgegen. René Prendel drückte im Zuge der Ehrungen noch einmal seinen Dank für die langjährige Treue der geehrten Mitglieder aus, denn diese ist am Ende des Tages überlebenswichtig für den Verein und ausschlaggebend für den wirtschaftlichen Erfolg der Vereinsarbeit. Übrigens ist die Mitgliederzahl jüngst wieder gewachsen, auf die respekatable Zahl von 236. Gute Vorzeichen also für die kleineren und größeren Pläne 2018


dressurreiten macht freude

Wäre am vergangenen Wochenende jemand beim Reit-und Fahrverein Schneverdingen zugegen gewesen, der dem Klischee aufsitzen würde, Dressurreiten wäre nichts als spaßbefreite Hufschlagakrobatik, der hätte mutmaßlich nicht schlecht gestaunt. Selten wurde so viel gelacht. Mit anderen Worten, der Dressurlehrgang beim renommierten Trainer und Grand Prix-Reiter Dominic-Nathanael Erhart kam bei Zuschauern und Teilnehmern gleichermaßen gut an. Natürlich ging es bei diesem dreitätigen Unterrichtsmarathon, der am Freitagmorgen in der Reithalle in Schultenwede begann, zuallererst darum, Wissen zu erlangen, weiterzukommen, Unstimmigkeiten zwischen Reiter und Pferd zu beheben und an Lektionen zu feilen. Und natürlich war der Unterricht anstrengend, und zwar körperlich und mental. Aber der Enthusiasmus von Dominic Erhart für den Reitsport und das Formen von Reiter und Pferd steckte an. Die Teilnehmer bestätigten unisono, mehr als nur dienliche Tipps für den Sitz oder die Hilfengebung erhalten zu haben. Manch ein Pferd war am dritten Lehrgangstag kaum wiederzuerkennen, so fulminant war die Verbesserung in puncto Rittigkeit und Ausdruck. Die große Stärke des erfolgreichen Ausbilders besteht darin, sich blitzschnell ein Bild vom Naturell seiner Schüler zu machen. So konnte er die Reiter individuell ansprechen, anspornen, auf ihre Ziele mit innerem Antrieb hinzuarbeiten. Folglich geht’s für die Schneverdinger Reiter nun mit viel Energie im Gepäck in den Frühling. Im Rahmen des Wochenendes wechselte Dominic Erhart nebenbei bemerkt zum Reit-und Fahrverein Schneverdingen. Willkommen!


Mylene Diederichsmeier beim R.u.F. Schneverdingen

Sie gehört zur deutschen Reitsportelite, mischte in Nationenpreisen und Championaten bereits ganz vorne mit. Erst im Januar 2018 ließ sie Weltstars wie Marco Kutscher, Marcus Ehning und Kevin Staut hinter sich, als sie eine internationale Springprüfung in Leipzig gewinnen konnte. Die Rede ist von Springreiterin Mylene Diederichsmeier, die vom Reit-und Fahrverein Schneverdingen am 3. und 4. Februar für einen Springlehrgang nach Schultenwede geladen wurde. Achtzehn Reiter hatten sich angemeldet, um sich Tipps von der erfolgreichen Amazone zu holen. Technisch anspruchsvolle Übungen standen an diesem Wochenende ganz klar im Fokus. So ließ Mylene Diederichsmeier immer wieder unterschiedliche Distanzen und Sprungreihen reiten, um das Taxiervermögen der Pferde zu schulen und ihre Rittigkeit zu verbessern. „Das ist genau das richtige Training für viele Reiter und vor allem auch ganz unabhängig von der jeweiligen Leistungsklasse. Die Durchlässigkeit und dressurmäßige Arbeit zwischen den einzelnen Hindernissen ist von enormer Bedeutung, um gut durch einen technisch schwierigen Parcours zu kommen“, befand auch Vorsitzender René Prendel, der selbst mit einem Nachwuchspferd am Start war. Die Lehrgangsserie ist noch nicht ganz zu Ende. Am kommenden Wochenende wird Dressurcrack Dominic Nathanael Erhart sein Lehrgangsdebüt beim Reit-und Fahrverein Schneverdingen geben.


Weihnachtsfeier

 

Rotröcke, Indianer und der Weihnachtsmann
Die Weihnachtsfeier beim Reit-und Fahrverein Schneverdingen

Am Samstag vor dem dritten Advent luden der Hof Schultenwede und der Reit-und Fahrverein Schneverdingen zur gemeinsamen Weihnachtsfeier. Das weihnachtlich herausgeputzte Reiterstübchen war bereits so gut gefüllt, dass schwerlich noch ein Sitzplatz zu erwischen war. Insbesondere die Reitzwerge der ersten Vorführung hatten augenscheinlich neben den Eltern auch die Oma überredet, zuzugucken, wenn der Enkel respektive die Enkelin im Indianerdress auf dem Pony das Lasso schwingt. Andrea Kulpok trommelte für die Nummer tatsächlich fünfzehn junge Reitschüler zusammen, der jüngste unter ihnen war gerade drei Jahre alt. Die Belohnung für den Mut der Vereinskleinsten war der Ehrengast dieser Tage schlechthin, der Weihnachtsmann. Die Kinder waren sichtlich aufgeregt, als sie die Geschenke entgegennahmen. Die traditionelle Dressurquadrille stand in diesem Jahr ganz im Zeichen des populären Blockbusters um Captain Jack Sparrow. Sechs Rotröcke und ebenso viele Piraten ritten unter der Leitung von Kristin Onasch Klassiker wie die Mühle, die sich in beinahe jeder Quadrille wiederfindet. Aber auch neue Bilder wurden zum Soundtrack von „Fluch der Karibik“ dargeboten. Der Applaus aus dem Reiterstübchen verriet, wie überaus gut die Vorstellung ankam. Es war bereits Abend geworden, als die Springreiter des Vereins zunächst hinter dem eigens für diesen Tag angebrachten Vorhang abritten, so dass das Geheimnis um das Motto erst bei der Grußaufstellung und bei Anklingen der Musik gelüftet wurde. „Fire and ice“, so das Thema des letzten Programmpunktes. Ausbilder und Vereinsvorsitzender René Prendel hatte diese Springquadrille mit den Reitern eingeübt. Letztere sprangen mit ihren Pferden über mit Lichterketten umwickelte Cavalettis und unter selbstgebauten beleuchteten Toren hindurch. Im Anschluss gesellten sich nun auch die Aktiven zur bereits ausgelassen feiernden Gesellschaft. Wie so oft, wenn Reiter zusammensitzen, wurde es spät.

 


Kutschen, Stoppelfelder und Halali

Wenn die Bäume nach und nach ihre bunten Blätter verlieren, ist Jagdsaison. Gespickt mit der einen oder anderen Tradition der Schleppjagdreiterei ist auch der herbstliche Ausritt des Reit-und Fahrvereins Schneverdingen, dem sich am 21. Oktober rund zwanzig Reiter anschlossen. Treffpunkt war auf dem Hof Schultenwede und von der Wettervorhersage, die wenig Sonnenschein und dafür mehr kühles Nass von oben prophezeite, ließen sich die Teilnehmer nicht entmutigen. Mit Regenjacke im Gepäck machte sich die Gruppe mit Feldführer René Prendel auf, nachdem die Jagdhornbläser den Aufbruch Richtung Schwalingen angekündigt haben. Die Zuschauer fuhren auf drei von Traktoren gezogenen Kutschen von Hindernis zu Hindernis, um den galoppierenden und teilweise springenden Reitern zuzujubeln. Die Stimmung im Reiter-sowie im Zuschauerfeld war bestens und glücklicherweise kamen alle Teilnehmer samt der Pferde gut gelaunt und unversehrt zurück. Es hat längst eine sehr lange Tradition, dass die Herbstritte in Schwalingen enden. Nun noch einen Schnaps und das Halali der Bläser läutet laut Brauchtum das Ende der Jagd ein. So auch an diesem Tag. Schön war`s wieder.

Kontakt

Reit-und Fahrverein Schneverdingen e.V.
Goosekamp 10

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Tel. 04265/787

Info@reitverein-schneverdingen.de